Im Internet-Café
Ganz viele benutzen das Internet auf ihren Reisen um den Kontakt zu den daheim Gebliebenen zu halten, neue Kontakte zu anderen Reisenden, Freunden oder Getroffenen aufzubauen bzw. zu pflegen oder ganz einfach um sich Informationen zu den einzelnen Ländern, Visa oder ähnlichem zu beschaffen. Gerade "Langzeitreisende" machen auch Bankgeschäfte übers Internet z. B. für die Kreditkarte, Auslandskrankenversicherung usw.
Und gerade da werden manche aufhorchen und Angst um ihre persönlichen und sensiblen Daten haben. Aber schon beim E-Mail-Verkehr fängt das ganze Problem der Datensicherheit an. Noch dazu muss man sich vor Augen führen, dass man ja fast ausschließlich in Internet-Cafés unterwegs ist, wo man teilweise keine Ahnung von dieser Problematik hat. Also sollte man selbst auf seine Daten achten. Das ist auch gar nicht so schwer. Wenn man sich an ein paar Verhaltensweisen hält, wird die Chance des Datenklaus schon geringer. Auf Null lässt sie sich nicht schrauben, aber schon nahe heran.
Für das Problem der Datensicherheit gibt es (meines Wissens) zwei gute Wege:
- Programme auf dem USB-Stick - Man nimmt seine Programme selbst mit (z. B. auf einem USB-Stick oder einer Speicherkarte) - von uns empfohlen und praktiziert
- Fremdprogramme verwenden - Man benutzt den Browser auf dem Computer z. B. im Internet-Café - das wird meistens der Internet-Explorer oder manchmal auch der Firefox sein
Programme auf dem USB-Stick
Diese Methode finde ich am komfortabelsten und sie ist auch (nach meinem Kenntnisstand) die sicherere. Allerdings benötigt man dazu ein eigenes Speichermedium. Da wir ja eh eine digitale Kamera verwenden, haben wir uns einfach eine große Speicherkarte mehr gekauft und das ist jetzt sozusagen "unser Computer". Auch das Speicherkarten-Lesegerät müssen wir wegen der Kamera dabei haben, also nur eine Speicherkarte zusätzlich. Bei uns ist diese 2 GB groß, da ich viele Programme und Daten darauf speichere, im Normalfall sollte 1 GB dicke genügen oder teilweise sogar um einiges weniger. Es kommt immer darauf an, welche und wie viele Programme man benötigt.
Es gibt mittlerweile viele deutschsprachige Programme, aber manche Open-Source-Programme sind (bis jetzt) nur in Englisch verfügbar. Ferner verleite ich hier auch niemanden zum Raubkopieren, deshalb verweise ich hier nur auf Open-Source und Free- bzw. Shareware. Aber nun mal los...
Als erstes empfehle ich ein gewisses "Grundsystem", worin man dann die verschiedenen Programme aufrufen kann. Ein sehr gutes "fertiges" System stellt PortableApps zur Verfügung. Es basiert auf Open-Source-Programmen, die ein wenig verändert wurden, damit sie portable (also mitnehmbar) sind. Dies können wir uneingeschränkt empfehlen.
Man kann sich entweder eine fertige Suite runterladen oder man lädt sich nur die 'Base' (Basis) herunter und stellt sich die anderen Programme individuell zusammen. Was man nun im einzelnen benötigt, muss jeder selbst entscheiden. Empfehlen kann man jedes Programm.
Wir benutzen:
- Firefox - als Internet Browser
- Thunderbird - als E-Mail-Programm
- 7-zip - Dateien und Ordner komprimieren/zippen bzw. dekomprimieren
- Sumatra PDF - ein pdf-Leseprogramm, denn nicht jeder Rechner hat den Acrobat Reader installiert
- Open Office - viele kennen wohl Microsoft Office (also Schreibprogramm, einfaches Grafikprogramm, Tabellenkalkulation usw. manchmal auch sehr wichtig um E-Mail-Anhänge wie .doc, .xls usw. zu öffnen)
- Gimp - viele kennen vielleicht Photoshop, es ist die Open-Source-Variante, also ein Bildbearbeitungsprogramm
- KeePass - ein Passwort-Manager, ein Programm, um Passwörter verschlüsselt zu speichern
- VLC Media Player - Ein Audio, Video,... Player, der fast alles abspielt
- Filezilla - ein ftp- und ssh-Programm, hauptsächlich für die Homepage
- Putty - ein ssh-Terminal, hauptsächlich für die Homepage
Weitere Programme, die es leider nicht bei PortableApps gibt, die wir aber trotzdem verwenden, sind folgende (natürlich sind sie auch portable und frei verfügbar):
- Irfanview - ein super Programm um Bilder (als Stapelverarbeitung) zu verkleinern, komprimieren oder zum Betrachten. Das Programm ist sehr klein und leicht zu bedienen.
- Inkscape - ein Vektor-Zeichenprogramm, super geeignet zum Layout- oder Logo-Entwurf. Man muss ein wenig im Internet suchen, um es als portable zu finden
- Skype - das Internet-Telefon-Programm
Anmerkung zum Firefox:
Als Alternative zum Firefox kann man noch Opera (auch portable) empfehlen. Je nach Geschmack.
Manche sagen, man soll auch dort keine Passwörter automatisch speichern lassen. Es würde natürlich die Sicherheit wieder erhöhen, allerdings ist es mir oftmals zu lästig immer wieder dasselbe Passwort einzugeben (und wir gehen oft ins Internet-Cafe). Für wen Sicherheit wichtiger ist als Komfort, der sollte auch dort keine Passwörter speichern, allerdings wenn man in Firefox einfach ein 'Master-Passwort' festlegt, werden alle Passwörter und Eingaben verschlüsselt gespeichert. Wenn man dieses Master-Passwort vergisst, ist es eigentlich fast nicht möglich wieder an die Passwörter heran zu kommen. Hier möchte ich auf die verschiedenen Foren verweisen, die sich damit wesentlich besser auskennen als ich.
Wir speichern unsere Passwörter und Eingaben im Firefox mit einem Master-Passwort (unter 'Extras - Einstellungen - Sicherheit'), das finden wir Schutz genug und außerdem müsste man uns ja erstmal die Speicherkarte stehlen oder kopieren.
Anmerkung zu KeePass:
Alle Daten, die in KeePass gespeichert werden, werden sehr wirkungsvoll verschlüsselt, da sich dort sehr sensible und persönliche Daten befinden. Über die Art und Weise der Verschlüsselung kann man sich direkt in den Foren oder in den Dokumentationen informieren.
Fremdprogramme verwenden
Diese Methode ist die einfachere, allerdings ist man total abhängig vom Fremdrechner. Oftmals wird man Windows und den Internet-Explorer vorfinden. Man kann sich glücklich schätzen, wenn man doch mal den Firefox findet. Diesen sollte man dann auch bevorzugen, ich erkläre auch gleich warum. Wenn man nun seine E-Mails (mit Passwort) abruft, in seinem Forum (mit Passwort) vorbei schaut oder wirklich mal Online-Banking machen will, sollte man sich immer darüber klar sein, dass der Browser oftmals/manchmal (auch ohne Nachfrage) Passwörter, Benutzernamen oder ähnliches speichert. Um sicher zu gehen, dass sich später keine Daten mehr auf dem Rechner befinden, sollte man diese "per Hand" löschen. Und hier hat der Firefox enorme Vorteile gegenüber dem Internet-Explorer, denn er hat schon ein Menüfeld um diese privaten Daten löschen zu können und man benötigt keine besonderen Rechte vom Betriebssystem (wie beim Internet-Explorer).
Firefox:
Auf den Menüpunkt 'Extras' > 'Private Daten löschen...' klicken oder einfach 'Strg+Umschalt+Entf' drücken und alle Häkchen setzen. 'Ok' drücken und fertig, alles ist gelöscht.
Internet Explorer 5+6:
Unter 'Extras' > 'Internet Optionen...' unter dem Reiter 'Allgemein' die Buttons 'Verlauf leeren', 'Cookies löschen...' und 'Dateien löschen...' drücken und unter dem Reiter 'Inhalte' > 'Autovervollständigen' > 'Kennwörter löschen' und 'Formuladaten löschen'. Fertig.
Internet Explorer 7:
Unter dem Menüpunkt 'Extras' > 'Browserverlauf löschen...', dann einfach auf alle Buttons zum löschen drücken. Fertig.
Nützliche Links:
- PortableApps.com - Open Source Programme für den USB-Stick, sozusagen zum mitnhemen